Opener: „So eröffnest Du direkt und indirekt.“

Im Daygame führt normalerweise kein Weg um eine Eröffnung herum. Wie genau das geht und wann genau Du besser direkt oder indirekt eröffnest, erkläre ich Dir hier. Diese Herangehensweise habe ich über Jahre erfolgreich angewandt und eine Hookquote von 80%. Das heißt, vier von fünf Frauen verwickle ich damit in ein Gespräch. Die Nummer hole ich trotzdem nicht von allen; zum Beispiel sind bereits mehr als 20% schon glücklich vergeben.

Ich unterteile die Eröffnung in drei Teile, von denen der zweite grundsätzlich nicht zwingend notwendig ist. (Der erste auch nicht, sofern die Frau sich nicht bewegt.)

Schritt 1: Die Frau anhalten

Ja, anhalten. Erstens fühle ich mich beim nebenhergehen wie ein Dackel und zweitens ist die Erfolgsquote so spürbar höher. Wie genau das geht, kann ich leider nur zeigen, nicht beschreiben. Deshalb beschreibe ich hier nur, worauf es ankommt und zwei Stop-Techniken, die ich niemals benutzen würde, auch wenn es die halbe PU-Welt so tut. Das wäre zum einen der „Polizist“: Der Mann streckt seine Hand vor und ruft: „Halt, Stop!“ Die andere, noch peinlichere, Anhaltetechnik ist der „Kamikaze“: Der Mann rennt der Frau wie ein Geistesgestörter über die ganze Fußgängerzone hinterher, überholt sie und springt mit ausgebreiteten Armen vor sie. Jawohl, solche verrückten Sachen gibt’s nicht nur auf Youtube, sondern auch im echten Leben. (Du gehörst zum Klub der Männer, die genau so erfolgreich Frauen anhalten? Dann wirst Du mit etwas Kalibrierung noch viel erfolgreicher Frauen anhalten, wenn Du Dich wie ein zivilisierter Mensch benimmst. Versprochen!)

Beim Anhalten geht es mir darum, den Punkt zu treffen, an dem die Frau mich wahrnimmt und anhält, aber ich ihr eben keinen Schrecken fürs Leben einjage oder wie ein Verhaltensgestörter wirke; das senkt nämlich auch dann die Erfolgsquote, wenn sie starr vor Schreck stehenbleibt. Warum sollte man eine junge Frau anders ansprechen, als den Sicherheitsmann oder die Oma, die man nach dem Weg fragen will? Ihnen würde ja auch niemand hinterherrennen und in den Weg springen. Frauen finden es auch ziemlich abstoßend, wenn ein Mann so ne Schau für sie abzieht. Stichpunkt „needy“!

Frauen sollte man so respektvoll und natürlich ansprechen, wie alle anderen Menschen auch. Sozialkompetenz ist anziehender als gestelltes Alpha-Verhalten. In der Dämmerung in einer menschenärmeren Gegend sollte man sich beispielsweise erst bemerkbar machen, bevor man sich jemandem nähert. Das beste Mittel hierzu ist, schon aus einer angemessenen Entfernung „Verzeihung!“ oder „Entschuldigung!“ zu rufen. (Wer jetzt meint, das sei Beta-Verhalten, hat entweder Komplexe oder seine Meinung blind von PU-Gurus mit Komplexen übernommen. Ein wahrer Alpha ist höflich und rücksichtsvoll.) Wenn man sich hingegen in einer Menschenmenge befindet, muss man sich schon etwas deutlicher bemerkbar machen, zum Beispiel indem man ihr auf die Schulter tippt. Und nein, das ist kein Kino, sondern einfach nur kalibriertes Sozialverhalten.

Übrigens: wenn man eine Gruppe zum stehen bringen will, muss man entweder den Anführer oder – das ist die sicherere Art – die ganze Gruppe anhalten. Das ist besonders in Menschenmengen wichtig, wo die Gruppenmitglieder nicht nebeneinander gehen, sondern im Entenmarsch hintereinander. Wenn man hier versucht, das Schlusslicht anzuhalten, während die restliche Gruppe im Gedränge verschwindet, ist das von vornherein zum scheitern verurteilt.

Während des Anhaltens sagt man „Hallo!“ oder „Hei!“. Wenn sie sie keine Anstalten macht stehenzubleiben, schiebt man ein „Warte mal kurz..“ nach.

Schritt 2: Die Voreröffnung

Professionelles Daygame beginnt nicht mit der eigentlichen Eröffnung, sondern mit einer Voreröffnung, um der angesprochenen Frau Gelegenheit zu geben, sich auf einen einzustellen und um erstmal die Lage prüfen, wenn man noch nicht weiß, ob man direkt oder indirekt anfangen soll. Letzteres ist nur für Anfänger unwichtig, weil man sich, solange man noch unsicher beim eröffnen ist, schon vorher seine Eröffnung zurechtlegen sollte.

Die Voreröffnung ist nicht notwendig, aber es gibt wenig, was dagegen spricht.
Gute Beispiele sind:

  • 
„Sprichst du Deutsch?“
  • 
„Kommst du hier aus Hamburg?“
  • 
„Kennst du dich hier aus?“
  • „Kannst du mir ganz kurz weiterhelfen?“
  • 
„Ich brauche mal ganz kurz deine Hilfe..“
  • „Ich muss dir was sagen..“
  • „Darf ich dich kurz was fragen?“

Schlecht ist beispielsweise „Hast du kurz Zeit?“, weil die Antwort regelmäßig „Nein.“ lautet und die Frau weitergeht.

Spätestens bei der Voreröffnung sollte die Frau stehenbleiben und zumindest „Ja.“ sagen. Tut sie das nicht, hat man sich entweder eine in Eile ausgesucht oder etwas anderes falsch gemacht. Die Voreröffnung und die Eröffnung müssen in keinem logischen Zusammenhang stehen und können frei gewählt werden.

Schritt 3: Die Eröffnung

Ich unterscheide drei Arten der Eröffnung, die alle ihre Vor- und Nachteile haben: Die direkte mit SOI, die indirekte und die direkte ohne SOI.

Der direkte Opener mit SOI

Die direkte Eröffnung mit SOI ist die einfachste und weitverbreitetste. Sie eignet sich vor allem für Anfänger, auf offener Straße, bei Frauen in Eile sowie bei älteren und bei selbstsicheren Frauen.
 Wer sich mit Infield-Videos von Youtube berieseln lässt, hat diese Eröffnung bestimmt schon mehr als hundertmal gehört: „Ich habe dich gerade von da hinten gesehen und fand dich so hübsch, dass ich dich jetzt einfach ansprechen musste.“

Und auch so manche Kölnerin, Berlinerin und Zürcherin hat diese Eröffnung schon hundertmal gehört – Prost Mahlzeit!
 Wenn Du also öfters Antworten bekommst wie: „Gehörst du zu den anderen drei Kerlen, die hier rumrennen und Frauen anquatschen?“, dann könnte eine erste Maßnahme sein, nichtmehr Wort für Wort diese Eröffnung zu wiederholen, sondern eine eigene, abgewandelte Form zu benutzen.

Darüberhinaus ist eine direkte Eröffnung dem ein- oder anderen Mädchen peinlich bzw. es ist damit überfordert. Und was ist die einfachste Lösung, um aus dieser unangenehmen Lage herauszukommen? Ein Korb! Je jünger die Mädchen, desto häufiger geschieht das übrigens.

Warum Du diese Eröffnung dennoch einsetzen kannst und vielleicht auch solltest, liegt an den Vorteilen: Erstens sortierst Du damit gleich fast alle Frauen aus, die kein Interesse haben, und zweitens vereinfacht es die Fortsetzung ungemein: Es ist allen klar, worauf Du es abgesehen hast, und sofern sie Dich interessant findet, wird sie nicht gehen, bevor ihr Nummern ausgetauscht habt.

Der indirekte Opener

Die indirekte Eröffnung ist um einiges aufwändiger als die direkte, bietet aber wesentliche Vorteile bei unsicheren Frauen und in Situationen erhöhten sozialen Drucks, wie geschlossenen Räumen oder gemischten Gruppen. Darüberhinaus ist man unter dem Radar und kann so sogar mit Frauen ins Gespräch kommen, die direkten Anmachen sofort eine Absage erteilen würden, weil sie vergeben sind, gerade mit ihrer Mutti unterwegs sind oder sich regelmäßig in der Kölner Altstadt aufhalten und auf Pick-Upper grundsätzlich nicht eingehen.

Bei der indirekten Eröffnung spricht man die Frau unter einem Vorwand an und verwickelt sie darüber in ein Gespräch. Als Vorwand dient so ziemlich alles, was irgendwie nachvollziehbar ist. Ich persönlich bevorzuge alltägliche Dinge, wie nach’m Weg fragen.

Der Übergang ist die erste von zwei Sachen, an der sich Indirekt-Eröffner immer wieder die Zähne ausbeißen. Gleich womit man indirekt eröffnet hat, man sollte so schnell wie möglich von der Eröffnung zur Fortsetzung überleiten. Das kann man entweder tun indem man schlussendlich doch noch ein SOI gibt (sagt warum man sie eigentlich angesprochen hat), oder indem man das Gespräch solange fortsetzt, bis man den Hakenpunkt (den Punkt, an dem sie nichtmehr will, dass man geht) erreicht hat. Bei letzterem ist es wichtig, schon vorab eine Eröffnung zu wählen, die ein möglichst langes Gespräch begünstigt. „Hast du ein Taschentuch?“ ist beispielsweise keine gute Eröffnung, da sie oft einfach „Nein, tut mir leid.“ sagt und das Gespräch für beendet hält.

Der andere Knackpunkt ist die NC-Begründung. Wenn man ein SOI gegeben hat, ist es selbstverständlich, nach Kontaktdaten wie der Telephonnummer zu fragen. Doch wenn man nur ein nettes Gespräch geführt hat, wirkt es oft etwas harsch, plötzlich nach der Nummer zu fragen oder ein Treffen vorzuschlagen. Deshalb ist es hier in den meisten Fällen angebracht, eine zusätzliche Begründung vorwegzuschicken, zum Beispiel: „Du bist auf jeden Fall die reizendste Frau, die ich diese Woche getroffen habe; ich würde Dich gerne nochmal wiedersehen.“ Wenn man vorher alles richtig gemacht hat, sollte nach soeiner Aussage sie von sichaus den NC vorschlagen.

Eine vollständig indirekte Eröffnung ohne SOI ist übrigens das, was Frauen aus Filmen und Büchern kennen. Es wirkt wie Schicksal und ist am romantischsten.

Der Doktor-Daygame-Haken

Diese spezielle indirekte Eröffnung habe ich früher selbst verwendet, bevor ich auf die direkte Eröffnung ohne SOI umgestiegen bin. Ich verhake dabei die indirekte Eröffnungsfrage, gegebenenfalls eine nachgeschobene zweite indirekte Frage, die Überleitung und das erste Komfort-Element, indem ich die Frau nie ihre Antwort fertig ausführen lasse, indem mir jedes Mal „spontan etwas einfällt“. Ich habe die interessante Feststellung gemacht, dass die Frau nicht das Set verlässt, ehe sie die erste Frage ausreichend beantwortet hat, selbst dann noch, wenn sie fünf Minuten später schon vergessen hat, was diese Frage eigentlich gewesen ist.

Ein Beispiel:
„Kannst du mir sagen, wo hier der nächste Supermarkt ist? Am besten wäre ein Aldi.“
– Hm, einen Aldi kenne ich hier nicht, aber da ist ein…
„Macht nichts, ich kann auch zu nem anderen Laden gehen. Ein Aldi wäre halt gut gewesen, weil die da diese pflanzlichen Brotaufstriche haben; die esse ich voll gerne. Weißt du, was ich meine?“
– Äh, nein…
„Die musst du unbedingt mal kosten; es gibt nichts besseres! Oder bist du nicht so probierfreudig was Essen angeht?“
Wenn sie jetzt eine Antwort gibt, aus der sich ein weiteres Gespräch basteln lässt, bist Du drinnen und hast wahrscheinlich auch schon den Hakenpunkt erreicht. Sollte sie nur einsilbig verneinen, kannst Du ein weiteres Komfort-Element nachschieben, z.B: „Weißt du, was mir gerade auffällt, was du immer machst, wenn du überlegst?“
– Hm, was denn?
„Haha, schau, jetzt schon wieder!“
Und so weiter…

Wenn Du merkst, dass Du drinnen bist, solltest Du aber aufhören mit diesem Themen-Hüpfen und sie fortan auch immer ausreden lassen.

Die situative Eröffnung

Falls Dir etwas auffällt, aus dem sich ein Gespräch herstellen lässt, ist das natürlich der beste Einstieg. Leider lässt sich diese Eröffnungsweise nicht erzwingen.

  • An der Haltestelle: „Hey, du hast auch dieses Buch dabei! Sind wir im selben Studiengang? Ich habe dich noch nie gesehen.“
  • Beim einkaufen: „Oh, gleich zwei Granatäpfel! Entweder Du hast ne gute Technik, wie du die unblutig essfertig kriegst oder du hast diese Woche nicht Küchendienst..“

Der direkte Opener ohne SOI

Die direkte Eröffnung ohne SOI ist die geilste von allen dreien, aber auch die schwierigste. Hier muss wirklich alles stimmen, sonst dreht die Frau sich auf der Stelle um und ist weg. Um bei einer direkten Eröffnung ohne SOI auszukommen, braucht man vor allem eine umwerfende Ausstrahlung. Es funktioniert auch nur bei Frauen, die einen wirklich ansprechen. Dann reicht es, mit irgendetwas das Gespräch zu beginnen und sie versteht sofort, warum dieser Mann plötzlich vor ihr steht. Probier’s aus, wenn Du magst, nur sei bitte nicht enttäuscht, wenn Du anfangs keinen durchschlagenden Erfolg damit erzielst.
Andersherum kannst Du mit dieser Eröffnungen aber auch austesten, ob Du alles richtig machst, besonders was Dein Inner-Game angeht.

Nach der Eröffnung

Du solltest nicht ewig an Deiner Eröffnung hängenbleiben, sondern möglichst zügig mit der Verführung voranschreiten. Wie Du das machst, erfährst Du in meinen anderen Beiträgen.

Nach einiger Zeit wirst Du vermutlich feststellen, dass sich die Frau garnicht so sehr an die Eröffnung erinnern wird. Viel wichtiger als wie Du es machst, ist dass Du es machst. Lass Dich also nicht durch jede Einzelheit verunsichern, sondern verbesser Dich Schritt für Schritt.

Und jetzt ab auf die Straße und mindestens zehn Frauen ansprechen!

Ich drück Dir die Daumen.

Dein Doc

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2 Thoughts to “Opener: „So eröffnest Du direkt und indirekt.“”

  1. Mathias

    Hallo Dr. Daygame

    Ich habe Interesse an einem Coaching bei dir. Wie läuft das ab?

    MfG Mathias

    1. Doc Daygame

      Hallo Mathias,
      Entschuldige bitte die späte Antwort; ich bin die letzte Woche so mit meinem Youtube-Kanal beschäftigt gewesen, dass ich die Seite hier völlig vernachlässigt habe. Ich schreibe Dir gleich eine E-Mail.

      Das Ergebnis gibt es übrigens hier zu sehen:
      https://www.youtube.com/watch?v=UBK8OueWKGI
      Ich freue mich über jeden, der den Kanal mit einem Abo oder einem Daumen hoch unterstützt.

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